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über die tiefe

11.12.2006 20h - 235. Montagsgespräch

Jutta Köhler

Während die "Dimension" eine Assoziation erzeugt, die meist mit einer räumlichen Vorstellung verbunden ist, real und konkret auf Größenverhältnisse hinweist und im allgemeinen relativ neutral zur Beschreibung eines Sachverhaltes und seiner Ausdehnung dient, so erzeugt das wort "Tiefe", auch wenn es zur Klasse der Dimensionen zählt, meist ein zusätzliches gefühlsmäßig eingefärbtes Element der Vorstellung: die Tiefe hat eine zusätzliche Dimension, sie hat ein fast mystisches Geheimnis... Assoziationen von Vorstellungsräumen werden geöffnet sobald ein Schlüsselwort angesprochen wird. Diese Zusammenhänge sind in den Geisteswissenschaften von ausserordentlicher Bedetung insbesondere im hinblick auf soziologische Zusammenhänge. Entsprechend gibt es in der Mathematik die Ordnung der unterschiedlichen Zahlentypen, die eine bestimmte Mächtigkeit haben. In der Physik ist der Aufbau der Materie vergleichbar: die Schachtelung der Teilchentypen bis in die kleinste Dimension der Quarks und Gluonen. In der Biologie entfalten sich die informationstragenden Gene zu vielen Molekülen, die ein lebender Organismus benötigt. Unser Universum ist struktuiert, von der größten Dimension im All bis in die tiefste Tiefe der Zeit: zurück zum Urknall oder sogar darüber hinaus?

Musiklabor Herbst 2006

Do 28. / Fr 29. / Sa 30. September 2006

echtzeithalle e.v. im Musiklabor Luisenstr. 37a, 80333 München

Freitag, 21:30h Carl Orff Auditorium
SPIN-NETWORKS
Quantenphysik und Klaviermusik
Jutta Köhler, Konzept und Bild
Jörg Schäffer, Musik

spin networks - art lecture

19.06.2006 20h - 221. Montagsgespräch

echtzeithalle e.v. im Musiklabor Luisenstr. 37a, 80333 München

Jutta Köhler und Jörg Schäffer

art lecture zur Uraufführung in der materialausgabe 2006:
Die naturwissenschaftliche Idee der spin networks als Modell für unser Universum diente als Inspiration für eine musikalisch/graphische Komposition. Spin networks als Musik besteht aus neun Miniaturen für Piano (notiert und gespielt von J.S.), die durch variable Sprünge ausgewählt werden, sobald die graphische Komposition von J.K. aus 9x9 Flächen einen Themenwechsel aufweist. Der erste graphische Abschnitt ist z.B. ein flexibles Farbmuster als Symbol für die Kombination von "up and down quarks", die Bestandteile von Protonen und Neutronen sind. Die Wechselwirkung der Musik mit der Graphik wird als Modell für die möglichen unterschiedlichen Wechselwirkungsarten in spin networks aufgefaßt und im Vergleich der konträren Standpunkte der Quantenphysik von Einstein und Bohr diskutiert.

Hearing 2006

Montag 8. Mai 06 20-22 Uhr, Carl Orff Auditoruim, München

Die Diskussion der genannten Zielsetzungen und Perspektiven erfolgt gemeinsam mit dem Publikum am runden Tisch .

spin networks

07.04.2006 - Materialausgabe 2006

echtzeithalle e.v. im Musiklabor Luisenstr. 37a, 80333 München

Jutta Köhler und Jörg Schäffer

spin networks ist eine optisch akustische Komposition von Jutta Köhler und Jörg Schäffer für die Materialausgabe 2006 der echtzeithalle ev münchen. Verschiedene Netzwerkstrukturen aus jeweils 9x9x9 Einheiten werden zusammengesetzt, einmal graphisch, einmal musikalisch, und erst bei der Aufführung zusammengefügt. Die künstlerischen Netzwerke sind der Idee der "spin networks" aus der aktuellen Quantengravitation/Quantenchromodynamik nachempfunden und haben jeweils eine zeitliche Entwicklung, die den Weg eines Ereignisses in der Raumzeit darstellen.

Wahrnehmung der Zeit im kulturellen Kontext

30.01.2006 20h - 208. Montagsgespräch

echtzeithalle e.v. im Musiklabor Luisenstr. 37a, 80333 München

Jutta Köhler

Das Phänomen "Zeit/Verlauf/Trajektorien" im Zusammenhang mit dem Kausalprinzip der naturwissenschaftlichen Erkenntnis wurde im 205. Montagsgespräch anhand der Einstein/Minkowski Diagramme dargestellt. Die Wahrnehmung der Zeit durch den Menschen und deren Folgen scheint aber von weiteren Parametern abhängig zu sein, die sich z. B. in den kulturellen Kontexten offenbaren und sehr großen Einfluss auf das Leben und Wohlbefinden der Menschen haben. Dies wurde von dem Wissenschaftler Robert Levine untersucht, indem er in 31 verschiedenen Ländern durch Experimente auf der Straße das Lebenstempo analysierte und die gesellschaftlichen Regeln für "Zeit ist Lebensgefühl und Kultur " La dolce vita" aber auch "Zeitkriege" beschreibt.
Mehr transzendente Phänomene wie die "Traumzeit" der Aborigines oder das "Sich eins Fühlen mit dem Universum" der Neurologen oder die relative Notenlängen-Definition in der Musik zeigen weitere „Aspekte der Wahrnehmung der Zeit". Gibt es irgendwo auch den zeitfreien Raum ?...