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Phasenverschiebungen der Planeten im Sonnensystem - oder wie klingt heute

07.04. 2014 18-22h Uhr
315. Montagsgespräch im Carl Orff Auditorium München, Luisenstr. 37a, U-Bahn Königsplatz
Jutta Köhler und Dieter Trüstedt

Beitrag zum "Kolloqium Impulsvorträge/Statements" als 315. Montagsgespräch
im Rahmen des Projektes "Zeit hören"
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München,
dem Bezirk Oberbayern,
dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst,
dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München,
der Universität Ulm - und dem Musiklabor / Echtzeithalle e.V.

Phasenverschiebungen der Planeten im Sonnensystem - oder wie klingt heute.
Dieter Trüstedt Vorführung mit PureData, oktophon:

Die Idee der zeitlich eindimensionalen und mehrdimensionalen Musik am Beispiel unseres Sonnensystems: Die Erde im statischen Mittelpunkt = zeitlich eindimensionale Musik / die Phasen der Planeten bestimmen eine sich wiederholende Melodie des Tages, hier der 7. April 2014. Das Jetzt dieses Tages. Das Jetzt, das sich nie wiederholt. Es ist nur heute, nur Jetzt. Jeder Tag zählt, auch heute. Der nächste Tag hat eine andere Melodie.
Die Sonne im statischen Mittelpunkt = mehrdimensionale Musik der 9 Planeten (einschließlich der Erde). Die Musik ist unendlich variabel - sie wiederholt sich nie. Sie ist ewig. Geichzeitig eine bleibende Gültigkeit, solange sich die Planeten, so auch die Erde, um die Sonne bewegen.


Der Beitrag von Jutta Köhler zu diesem Thema war das 314. Montagsgespräch am 10. März 2014. Sie war am 7. April 2014 im Publikum zur Diskussion.

Wie klingt Jetzt? Verortung der Zeit. Pulse Of The Cosmos.

10.03.2014 - 20h - 314. Montagsgespräch
echtzeithalle e.v. im Musiklabor Carl Orff-Auditorium Luisenstr. 37a, 80333 München
Jutta Köhler und Dieter Trüstedt

Viertes Montagsgespräch im Rahmen des Projektes Zeit hören in Zusammenarbeit
mit der Hochschule für Musik und Theater München, dem Bezirk Oberbayern,
dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst,
dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Universität Ulm -
und dem Musiklabor / Echtzeithalle e.V.

Zeit und Ort – wie gehören sie zusammen ? Wie lang ist ein „Zeitalter“ und wie lange dauert
das „JETZT der Gegenwart“ ? Ob es um die Dimensionen des Weltalls oder die der eigenen
lokalen Umgebung geht, die Naturgesetze geben die Formeln dafür vor und der Mensch fühlt sich
als Teil des Ganzen. Der Sternenhimmel wurde schon seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte
beobachtet. Zuerst erfolgte das nur mit dem bloßen Auge, später mit Fernrohren und Teleskopen,
aber immer ging es um den Ort und die Zeit, d.h. wann ein Gestirn sich wo befindet. In der Astrologie
aller Völker und Kulturen wurden dem Menschen aufgrund seines Geburtsortes und seiner Geburtszeit
charakteristische Eigenschaften zugeordnet, die im Kosmos durch die Planeten unseres Sonnensystems
und die Sternbilder dargestellt werden.
Die Sternbilder sind Fixsternhaufen, die aus Sonnen bestehen. Sie werden unter rein naturwissenschaftlichen
Prinzipien in der Astronomie durch Ort und Zeit charakterisiert, in der Astrophysik werden die chemischen
und physikalischen Eigenschaften der Himmelskörper untersucht (auch die Gasnebel und schwarzen
Löcher…) und Modelle entwickelt, die vom Urknall des Universums bis zum JETZT reichen und Prognosen
darstellen, wie es in Zukunft weitergeht mit unserem Kosmos.
Die Mathematik hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir nicht nur Datenbanken voller Sternfotos haben,
sondern auch Formeln, die beschreiben, wie die Abläufe sind. Daher ist es möglich, elektronische Musik
aus den Formeln der Positionen und der Dynamik der Sternbewegungen zu komponieren. Jutta Köhler wird
eine Einführung in die Astro-Geschichte geben, unter besonderer Berücksichtigung von Ort, Zeit und JETZT
des „Frühlingspunktes“ und seiner Position in der Himmelsmechanik.
Dieter Trüstedt wird seine PureData-Kompositionen zum Thema „Zeit hören“ am Laptop live spielen und zum
Schluss gibt es eine Diskussion mit dem Publikum im Carl-Orff Auditorium (COA).

Jutta Köhler

Das Musikinstrument besteht aus acht Computer-Metronomen. Es wird achtkanalig im COA eingespielt..
Um den Klang nicht zu vergessen: er ist der erdige, leicht nach Meer und Salz schmeckende Ton der Serafina.
Sie ist ein kleines - 4 cm langes - Seetang-Röhrchen aus Chile. Sie erzeugt nur einen Ton. Dieser Ton wird auf die
Frequenzen unserer acht Planeten umgerechnet.
1. Die Töne der acht Planeten im willkürlich gewählten Puls-Satz linear 3 bis10 - als Testversion.
2. Töne und Pulse der acht Planeten - jetzt nicht nur polymikrotonal, sondern auch polytempic
3. Töne und Phasen der acht Planeten - aktuell am 10. März 2014 im konstanten Puls der Erde.
4. Musik der Planeten (Phasen und Töne) der Frühlingspunkte vom Jahr 2010 bis 2017 - im Puls der Erde.
5. Prelude #1 Pulse Of The Cosmos (Ausschnitt), Charles Ives, realized by Johnny Reinhard (1996).
6. Musik des kommenden Frühlingspunktes 20. März 2014 - langdauerndes Bild mit Klangvariation.

Dieter Trüstedt